PERSÖNLICHE EINBLICKE · MICHAEL

Mein Weg war nicht gerade.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum es Glaubensdesigner gibt.

Eine persönliche Geschichte über das Suchen, Verlieren, Finden und die Frage, wie Glaube heute verständlich werden kann.

1977 · HERKUNFT & ERINNERUNG

Angefangen hat das alles nicht in Großalmerode.

Sondern im Westerwald.

Ich bin Michael André, Jahrgang 1977.

Meine Kindheit habe ich im Westerwald verbracht.

Dort liegen meine ersten Erinnerungen, meine frühen Erfahrungen mit Familie, Umfeld, Religion und dem Leben überhaupt.

Heute lebe ich in Nordhessen. Aber wenn ich meine Geschichte erzählen möchte, gehört der Westerwald an den Anfang.

Denn niemand beginnt erst dort, wo sein heutiges Leben stattfindet. Wir bringen immer etwas mit:

Orte. Menschen. Erfahrungen. Fragen.

Und manchmal Dinge, deren Bedeutung man erst viele Jahre später versteht.

Bismarckturm Altenkirchen (Westerwald) Illumination in der Dämmerung

Foto: Historisches Quartier Altenkirchen, CC BY-SA 4.0 · Quelle: Outdooractive

FRÜHE BEGEGNUNGEN & KONFIRMATION MIT 15

Glauben gab es in meiner Geschichte schon früh.

Religion und die Frage nach Glauben waren in meinem Umfeld bereits früh vorhanden.

Auch die Zeugen Jehovas spielten in meinem Umfeld eine Rolle. Ich selbst wurde mit 15 Jahren konfirmiert.

Aber daraus wurde keine geradlinige Geschichte. Glaube war über die Jahre mal näher und mal weiter weg.

Und irgendwann war er für mich ganz weg.

LEBENSWEGE & BRÜCHE

Mein Leben hatte größere Baustellen als Glaubensfragen.

Ein wichtiger Teil meiner Geschichte ist Sucht.

Ich habe selbst über Jahre Drogenerfahrungen gemacht. Irgendwann führte mein Weg über Entgiftung, Psychiatrie und schließlich eine Langzeitrehabilitation.

2010 wurde dabei zu einem wichtigen Einschnitt in meinem Leben.

Ich möchte diese Vergangenheit nicht dramatisieren. Aber ich möchte sie auch nicht verstecken. Denn sie gehört zu mir.

Sie hat meinen Blick auf Menschen verändert: Auf Menschen, bei denen gerade etwas schiefläuft. Auf Neuanfänge. Auf Scheitern. Und darauf, wie wichtig es sein kann, dass jemand einen Menschen nicht nur auf seine Probleme reduziert.

Ein Neuanfang löscht die Geschichte davor nicht aus. Aber er kann verändern, wie man weitergeht.

Ein Mensch ist mehr

als sein schwierigstes Kapitel.

Vielleicht prägt genau das bis heute meinen Blick auf andere.

Glaubensdesigner Monogram Invertiert
BEGRIFFSKLÄRUNG · WEBDESIGN SEIT 2007

Warum dieser Name?

Ich habe viele Jahre Websites gestaltet – Webdesign begleitet mich seit 2007 als eigener Lebens- und Berufsstrang.

Aber Glaubensdesigner soll keine Webdesign-Agentur sein. Das Wort Design bedeutet hier etwas anderes.

Menschen gestalten unser Bild vom Glauben. Begegnungen gestalten es. Erfahrungen gestalten es. Kirche gestaltet es. Zweifel gestalten es.

Und manchmal verändert eine einzige Begegnung die Art, wie wir Gott sehen. Glaubensdesigner soll solche Orte und Geschichten sichtbar machen.

2020 & 2026 · DER WEG ZURÜCK

Man kann Glauben verlieren. Und irgendwann wieder anfangen zu suchen.

2020 war der Punkt, an dem ich meinen Glaubensweg komplett abgebrochen habe.

Glaube hatte keinen Platz mehr in meinem Alltag. Die Fragen waren verstummt.

2026 kamen diese Fragen zurück. Es begann nicht mit einem großen Paukenschlag oder einem übernatürlichen Erlebnis. Es waren Gespräche, Gedanken, Menschen – und die Entscheidung, nicht wieder einfach wegzulaufen, wenn Fragen unbequem werden.

Ich habe begonnen, mich wieder mit Bibel, Gebet und Glauben auseinanderzusetzen. Nicht weil plötzlich alle Zweifel weg wären, sondern um herauszufinden, was wirklich trägt.

GEOGRAFIE & GEGENWART

Vom Westerwald nach Nordhessen.

Viele Kilometer. Viele Jahre. Und ziemlich viele Umwege.

In Großalmerode kam Kirche wieder ins Spiel.

Kirche hatte für mich lange Zeit keinen selbstverständlichen Platz mehr. Heute entdecke ich neu, was evangelische Gemeinde vor Ort sein kann: Nicht als perfekte Institution, nicht als Ort voller Menschen, die auf alles eine Antwort haben.

Sondern als Ort, an dem Menschen gemeinsam glauben, zweifeln, suchen, beten und füreinander da sein können.

„Wie erreichen wir Menschen, die sonntags nicht sowieso schon in einer Kirchenbank sitzen?“

Diese Frage ist einer der Hauptgründe für Glaubensdesigner.

Ich habe keine fertigen Antworten.

Und diese Website wird auch nicht so tun, als hätte ich sie.

Ich möchte Fragen stellen. Menschen kennenlernen. Gemeinde entdecken. Über Glauben sprechen. Und schauen, was daraus entsteht.

Vielleicht bleibt Glaubensdesigner eine Website. Vielleicht entstehen daraus Gespräche. Vielleicht ein Glaubensabend. Vielleicht irgendwann Gemeinschaft. Das muss heute noch niemand entscheiden.

Meine Geschichte ist noch nicht fertig.

Glaubensdesigner auch nicht.

Und vielleicht ist genau das in Ordnung.

OFFENE EINLADUNG

Wenn du auch suchst:

Du musst nicht erst religiös werden.

Du musst nicht wissen, wie man betet.

Du musst nicht jede Geschichte der Bibel kennen.

Und du musst ganz sicher nicht so tun, als hättest du keine Zweifel.

Du darfst einfach anfangen.